Clubs

Elektronischer Filmrausch

Gleich zwei Filme über die elektronische Subkultur landen dieses Jahr noch in den Kinos von Stuttgart.

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Event Details
Samstag, 16. November 2013, 22:45 Uhr
Willkommen zu Hause – 20 Jahre Distillery Leipzig
Arthaus Filmtheater Stuttgart (Tübinger Str. 6)

Tickets: 6,- Euro

Exklusive Interviews mit Daniel Stefanik, Mathias Kaden, Matthias Tanzmann, Robag Wruhme, Pascal FEOS, Chris Liebing…
4,- Euro Rabatt auf die anschließende Upon.You Night im Romy S.

VVK: www.arthaus-stuttgart.de

www.tilledoku.de

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Der Film „Willkommen zu Hause“ taucht ein in den Mikrokosmos der Leipziger Club-Legende „Distillery“ und verleiht Veranstaltern, DJs und Partygästen in exklusiven Interviews eine Stimme. Durch ihre Erinnerungen und Bekenntnisse sowie bisher unveröffentlichte Video- und Fotoaufnahmen werden 20 bewegte Partyjahre wieder lebendig. Der Einblick hinter die Kulissen zeigt ein liebevolles, rührendes und auch eigensinniges Bild der Szene. Er zeigt vor allem aber eines: Die Distillery ist mehr als nur eine Partylocation – sie ist ein Wohnzimmer mit Familienanschluss, ein Schutzraum für musikalische Experimente, eine Parallelwelt mit bezaubernden Nächten.

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Die Distillery ist der älteste der bestehenden Clubs in Ostdeutschland und bietet elektronischer Musik seit 20 Jahren ein Zuhause.  Nahezu alle nationalen und internationalen DJ-Größen waren hier schon zu Gast, der Club ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und eine der wichtigsten Institutionen für Musik-und Lebenskultur in Leipzig. Die Distillery setzt nicht nur auf ihre zahlreichen Stammgäste. Immer wieder aufs Neue verschenken Tanzwütige und Nachtschwärmer ihr Herz an den Club. Erst in diesem Jahr wurde die Distillery von Lesern des Musikmagazins De:Bug unter die Top Ten der besten deutschen Clubs gewählt. Trotz seines Erfolges ist es hinter den Kulissen familiär geblieben. Eine große Clubfamilie hält die Distillery mit Herzblut und Kreativität am Leben. Doch die Zukunft des Clubs ist unsicher. Die Stadt Leipzig plant gemeinsam mit der Deutschen Bahn das Gelände, auf dem der Club steht zu bebauen. Der Siegerentwurf eines Berliner Architekturbüros zeigt Wohn- und Geschäftshäuser, die Distillery ist dort nicht mehr zu finden.

Grund genug für uns, euch den Film exklusiv in Stuttgart zu zeigen. Schließlich kennt die Liebe und Freude zur elektronischer Musik keine Grenzen.

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Andere Stadt, ähnliches Problem. So oder so ähnlich könnte die Überleitung zum nächsten Film lauten. Wir befinden uns wieder in Stuttgart. Denn genau wie in Leipzig hat auch hier in Stuttgart die Deutsche Bahn ein städtebauliches Projekt übernommen und stellt vier Clubinstitutionen, eine Kleinkunstgalerie, ein Kulturverein und zehn Existenzen vor die Frage: Wo tanzen wir morgen?

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Event Details
Samstag, 06. Dezember 2013, 22:00 Uhr
Wo tanzen wir morgen?
Innenstadt Kino Metropol (Königstrasse 22)

Tickets: 7,- Euro

Vorführung im Wettbewerb um den besten Dokumentarfilm 2013
Aftershowparty im Rocker 33

VVK: www.19.filmschaubw.de

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Rückblende – Juni 2012:
Der Film beleuchtet die Schließung und Eröffnung von vier grundverschiedenen Clubs und die Lebensumstände derer Besitzern. Das Bahnhofsprojekt Stuttgart21 und eine daraus resultierende Stadtplanung war für ihr Schicksal verantwortlich. Der Fokus richtet sich davon aus und zeigt den Verlust, den Kampf, die Hoffnung und schließlich den aktuellen Stand der kulturellen Großstadtplanung in Stuttgart, als exemplarisches Beispiel für ganz Deutschland. Das zentrale Thema bilden die Geschichten der Betreiber, der Gebäude und deren Einfluss auf die kulturelle Entwicklung in Baden-Württemberg, welche bisher nur am Rande wahrgenommen wurde.

Angefangen bei der Stuttgarter Kultlocation „Die Röhre“. Nach knapp 24 Jahren Gastronomie haben Peter und Nanno nun keinen Arbeitsplatz mehr. Der wichtigste Konzertclub der Innenstadt, welcher von den Jungs Tag und Nacht mit vollkommener Eigeninitiative geführt wurde, ist nun im Rahmen von Baumaßnamen der Deutschen Bahn geschlossen. Somit finden im Zentrum der Stadt heute kaum noch Konzerte statt. Der gleich begründete Abriss des anliegenden Landespavillon führt zur selben Problematik. Diese Location war für den Ex-Betreiber Horst, vor 16 Jahren der einzige Grund, nach Stuttgart zu kommen und sich hier eine Existenz aufzubauen, welche er nun wieder in Kisten packt und abtransportiert.

roehre-stuttgart

Dieser doppelte Verlust bewegte eine Gruppe junger Leute sich Hasenkostüme anzuziehen, auf Gegen-S21 Demonstrationen zu gehen und für den Erhalt der Subkultur einzustehen. Der „Follow the white rabbit“ Verein wurde gegründet und nun veranstalten sie eine Abschiedsparty für das legendäre Landespavillon. In Zukunft bilden sie das Sprachrohr für bedrohte Clubräume, engagieren sich politisch und fördern direkt kleine Kulturorganisationen und Kunstprojekte, mit der Zukunftsaussicht ein deutschlandweit agierender Verein zu werden.

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Für das Rocker33, welcher unter den fünf besten Clubs für elektronische Musik in Deutschland gelistet ist, müssen sich die Hasen nicht engagieren. Thorsten, einer der drei Betreiber und der Azubi Fabian berichten von einer langen Geschichte dieses temporären Projekts. Vorerst ein Kunst- und Kulturaustausch in einem altem Musikladen, später dann in der Bahnhofsdirektion Stuttgart, welche sie ebenfalls aufgrund der Bahnbaumaßnahmen verlassen mussten und nun bauen sie in dem alten Kommunalen Kino, für einen Zeitraum von knapp zwei Jahren, einen neuen Standort auf. Der Club und die Kunst wurden geteilt, woraus sich die Galerie Self Service entwickelt hat. Einer von wenigen innenstädtischen Räumen, in denen jungen Künstlern, unter der Kuration von Thorsten, Ausstellungsfläche geboten wird. Während hier eine aktuelle Ausstellung eingerichtet wird, arbeitet Fabi mit seinen Kollegen im Filmhaus daran, den Club von Grund auf neu aufzubauen. Ein Bereich ist aber schon fertiggestellt.

In den neuen Räumlichkeiten wird der Stuttgarter DJ, Produzent und Rocker Resident Konstantin Sibold sein erstes Gastspiel abhalten. In seinem Elternhaus muss er vorab noch einen Song fertigstellen, seine nächsten Gigs planen und Platten einpacken. Nach der Party geht es am nächsten Tag auf der Baustelle weiter.

sibold-mueller

In einer wirtschaftsstarken Stadt wie Stuttgart, haben diese temporären Projekte jedoch leider immer nur kurzen Bestand, berichtet die Kulturbürgermeisterin Frau Dr. Eisenmann. Im Interview schildert sie die Bemühungen von Seiten des Kulturamtes und der Wirtschaftsförderung und geht konkret auf die im Film aufgeführten Beispiele ein. Doch schlussendlich kann man ihrer Ansicht nach, in solch einer räumlich begrenzten Stadt wie Stuttgart, vielleicht auch nicht alles haben.

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Vier engagierte Freunde scheint diese Tatsache aber nicht zu stören. Ein Student, zwei Architekten und ein Einzelhandelskaufmann haben aus einem alten Chinarestaurant für eineinhalb Jahre ein Club gemacht. Alle vier betreten hier gastronomisches Neuland, doch der imperfekte, temporäre Charakter scheint in Stuttgart anklang zu finden. So verfolgt der Film einen Abend im Kim Tim Jim und zeigt damit den Widerstand, gegen die Stadtumstrukturierung und gibt Hoffnung auf eine neue Bewegung, der Kleinkultur, in Stuttgart. Ob diese Bestand hat, wird sich zeigen.

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★ Es ist Liebe verlost exklusiv: ★

2 x 2 Kinotickets für den Film „Willkommen zu Hause“ im Arthaus Filmtheater
2 x DVD „Willkommen zu Hause“ mit persönlichem Autogramm

2 x 2 Kinotickets für den Film „Wo tanzen wir morgen?“ im Innenstadt Kino Metropol

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Knatterflatter

Knatterflatter

Lang lebe die elektronische Musik!

2 Comments

  1. 11. November 2013 at 23:49 — Antworten

    Stuttgart! Wir freuen uns auf die Stadt, die Kino-Vorstellung und sind natürlich auch vor Ort! Viele Grüße und bis Samstag!

  2. 13. November 2013 at 20:55 — Antworten

    Sehr schön dann bin ich mal gespannt und freue mich auf den 06/12

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