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Ein Kulturschiff für Bad Cannstatt

Gerüchte über neue Clubs in Stuttgart gab es in der letzten Zeit viele. Das schönste Gerücht, mit der kreativsten Substanz jedoch, kam definitiv aus der Richtung Oliver Brünemann, Rainer Guist und Alyne Reusch. Geplant sei ein Kulturschiff als zentrale Anlaufstelle unmittelbar am Neckar in Bad Cannstatt.

Dabei sind Rainer Guist, Alyne Reusch und Oliver Brünemann längst keine unbeschriebenen Blätter mehr in der Gastroszene. Brünemann leitete bis 2012 zusammen mit Rainer Brocka und Marcel Brucker das erfolgreiche Café Galao am Marienplatz und ist Veranstalter der Electronic Biscuits im Climax Institutes. Guist gehört mit zum Team von Elektrosmog die bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Veranstaltungen im KimTimJim, dem Waldhaus in Ludwigsburg, der Bar Romantica oder aber ein sogenanntes Zug Open Air in einer sehr außergewöhnlichen OffLocation organisiert haben. Reusch wiederum war bereits im KimTimJim und Rocker 33 an der Bar tätig. Was alle drei vereint ist definitiv die Liebe zur elektronischen Musik, denn alle drei legen bereits seit Jahren sehr erfolgreich als DJs in Stuttgart und der näheren Umgebung auf.

Nun planen sie ein Kulturschiff am Neckar zu etablieren, das in keinerlei Konkurrenz zum bereits bestehenden Theaterschiff stehen soll. Dazu dient ein 70 Meter langes und acht Meter breites altes Güterschiff als Substanz. Bis zu 500 Besucher soll das Schiff zukünftig fassen. Neben Tanzveranstaltungen sollen auch zahlreiche Konzerte, Poetry Slams und Lesungen unter freiem Himmel und im Schiffsbauch stattfinden. Am Mittwoch stellten Reusch, Brünemann und Guist ihre Idee dem Bezirksbeirat Bad Cannstatt vor, der die Idee „Kultur am Neckar“ sehr begrüßte, dennoch gibt es einiges zu beachten. So plant die Stadt schon seit ein paar Jahren unter dem Namen „Stadt am Neckar“, den Fluss aktiv in das Stadtbild zu integrieren. Daher gibt es auch bereits einige Pläne für den Bereich, an welchem zukünftig das Schiff ankern soll. Auch der Lärm könnte ein entsprechendes Problem darstellen. Dazu wollen Reusch, Brünemann und Guist zukünftig Lärmmessungen bei anderen vergleichbaren Schiffen am Rhein oder in Berlin vornehmen. Auch die Finanzierung des Projektes ist leider noch nicht gesichert. Weitere Informationen zur Idee findet Ihr in der Stuttgarter-Zeitung.

Wir freuen uns sehr über den überaus kreativen Input und sind der Meinung das man ganz genau SO die Stadt näher an den Neckar holen kann! Kunst, Kultur und buntes Leben am Neckar! Ein tolles Projekt, welches man durchaus unterstützen sollte.

Quelle Titelbild: Freischwimmer Festival

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Lang lebe die elektronische Musik!

2 Comments

  1. Yazzy
    17. Juli 2014 at 21:13 — Antworten

    Hammer Idee. Eine absolute Bereicherung für die City ☺

  2. 25. Juli 2014 at 15:19 — Antworten

    Boah, das wär so derbe fett! Allein die Idee ist schon super, wenns mit der Umsetzung jetzt noch klappt und die Stadt keine Knüppel zwischen die Schiffsschraube wirft, dann, ja dann hat Stuttgart definitiv an Mehrwert gewonnen.

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