Clubs

Und wo tanzen wir morgen?

Es wird definitiv das Stuttgarter Kinohighlight des Jahres. Der Film „Wo tanzen wir morgen?“ von Denis Pavlovic. Da der Film innerhalb kürzester Zeit in allen 3 Sälen des Metropol-Kinos ausverkauft war, wird er nun in einer weiteren vierten Vorstellung um 23:45 Uhr gezeigt. Wir haben für euch, bereits frühzeitig, 5 exklusive Karten in Saal 1 gesichert, welche wir euch nun zur Verfügung stellen. Und nach dem Film darf fleißig im Rocker 33 weiter getanzt werden: http://esistliebe.com/wo-wir-morgen-tanzen-steht-in-den-sternen-doch-heute-tanzen-wir-im-rocker-33/

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Event Details
Freitag, 06. Dezember 2013, 22:00 Uhr
Wo tanzen wir morgen?
Innenstadt Kino Metropol (Königstrasse 22)

Tickets: 7,- Euro

Vorführung im Wettbewerb um den besten Dokumentarfilm 2013
Aftershowparty im Rocker 33

VVK: www.19.filmschaubw.de

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Rückblende – Juni 2012:
Der Film beleuchtet die Schließung und Eröffnung von vier grundverschiedenen Clubs und die Lebensumstände derer Besitzern. Das Bahnhofsprojekt Stuttgart21 und eine daraus resultierende Stadtplanung war für ihr Schicksal verantwortlich. Der Fokus richtet sich davon aus und zeigt den Verlust, den Kampf, die Hoffnung und schließlich den aktuellen Stand der kulturellen Großstadtplanung in Stuttgart, als exemplarisches Beispiel für ganz Deutschland. Das zentrale Thema bilden die Geschichten der Betreiber, der Gebäude und deren Einfluss auf die kulturelle Entwicklung in Baden-Württemberg, welche bisher nur am Rande wahrgenommen wurde.

Angefangen bei der Stuttgarter Kultlocation „Die Röhre“. Nach knapp 24 Jahren Gastronomie haben Peter und Nanno nun keinen Arbeitsplatz mehr. Der wichtigste Konzertclub der Innenstadt, welcher von den Jungs Tag und Nacht mit vollkommener Eigeninitiative geführt wurde, ist nun im Rahmen von Baumaßnamen der Deutschen Bahn geschlossen. Somit finden im Zentrum der Stadt heute kaum noch Konzerte statt. Der gleich begründete Abriss des anliegenden Landespavillon führt zur selben Problematik. Diese Location war für den Ex-Betreiber Horst, vor 16 Jahren der einzige Grund, nach Stuttgart zu kommen und sich hier eine Existenz aufzubauen, welche er nun wieder in Kisten packt und abtransportiert.

Dieser doppelte Verlust bewegte eine Gruppe junger Leute sich Hasenkostüme anzuziehen, auf Gegen-S21 Demonstrationen zu gehen und für den Erhalt der Subkultur einzustehen. Der „Follow the white rabbit“ Verein wurde gegründet und nun veranstalten sie eine Abschiedsparty für das legendäre Landespavillon. In Zukunft bilden sie das Sprachrohr für bedrohte Clubräume, engagieren sich politisch und fördern direkt kleine Kulturorganisationen und Kunstprojekte, mit der Zukunftsaussicht ein deutschlandweit agierender Verein zu werden.

ftwr

Für das Rocker33, welcher unter den fünf besten Clubs für elektronische Musik in Deutschland gelistet ist, müssen sich die Hasen nicht engagieren. Thorsten, einer der drei Betreiber und der Azubi Fabian berichten von einer langen Geschichte dieses temporären Projekts. Vorerst ein Kunst- und Kulturaustausch in einem altem Musikladen, später dann in der Bahnhofsdirektion Stuttgart, welche sie ebenfalls aufgrund der Bahnbaumaßnahmen verlassen mussten und nun bauen sie in dem alten Kommunalen Kino, für einen Zeitraum von knapp zwei Jahren, einen neuen Standort auf. Der Club und die Kunst wurden geteilt, woraus sich die Galerie Self Service entwickelt hat. Einer von wenigen innenstädtischen Räumen, in denen jungen Künstlern, unter der Kuration von Thorsten, Ausstellungsfläche geboten wird. Während hier eine aktuelle Ausstellung eingerichtet wird, arbeitet Fabi mit seinen Kollegen im Filmhaus daran, den Club von Grund auf neu aufzubauen. Ein Bereich ist aber schon fertiggestellt.

In den neuen Räumlichkeiten wird der Stuttgarter DJ, Produzent und Rocker Resident Konstantin Sibold sein erstes Gastspiel abhalten. In seinem Elternhaus muss er vorab noch einen Song fertigstellen, seine nächsten Gigs planen und Platten einpacken. Nach der Party geht es am nächsten Tag auf der Baustelle weiter.

sibold-mueller

In einer wirtschaftsstarken Stadt wie Stuttgart, haben diese temporären Projekte jedoch leider immer nur kurzen Bestand, berichtet die Kulturbürgermeisterin Frau Dr. Eisenmann. Im Interview schildert sie die Bemühungen von Seiten des Kulturamtes und der Wirtschaftsförderung und geht konkret auf die im Film aufgeführten Beispiele ein. Doch schlussendlich kann man ihrer Ansicht nach, in solch einer räumlich begrenzten Stadt wie Stuttgart, vielleicht auch nicht alles haben.

kimtimjim

Vier engagierte Freunde scheint diese Tatsache aber nicht zu stören. Ein Student, zwei Architekten und ein Einzelhandelskaufmann haben aus einem alten Chinarestaurant für eineinhalb Jahre ein Club gemacht. Alle vier betreten hier gastronomisches Neuland, doch der imperfekte, temporäre Charakter scheint in Stuttgart anklang zu finden. So verfolgt der Film einen Abend im Kim Tim Jim und zeigt damit den Widerstand, gegen die Stadtumstrukturierung und gibt Hoffnung auf eine neue Bewegung, der Kleinkultur, in Stuttgart. Ob diese Bestand hat, wird sich zeigen.

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